In diesem Jahr begingen St.-Franziskus-Gymnasium und -Realschule Kaiserslautern den Namenstag des Heiligen Franz von Assisi, der eigentlich am 4. Oktober ist, mit einer ganz besonderen Feier, bei der Herr Generalvikar Magin die Schule kennenlernen konnte.

Mit einem Morgenimpuls zum Sonnengesang, der Schönheit der Schöfpung preist, startete die Schulgemeinschaft in den Tag.

In kreativen Workshops und Projekten näherten sich die Schülerinnen am Vormittag in ihren Klassen und Kursen aktuellen franziskanischen Themen wie Friede, Gerechtigkeit, respektvollen Umgang mit allen Kulturen und Religionen, Nachhaltigkeit und Klima.

Der Generalvikar hatte Gelegenheit, in Begleitung von Frau Dr. Kreusch, Leiterin der Hauptabteilung II, die Klasse 9a zu besuchen. Die Schülerinnen hatten Gelegenheit, mit Charles Sendegeya (Missio) ins Gespräch zu kommen. Sendegeya, der vor Jahren selbst aus Ruanda geflüchtet ist und in Kenia von der katholischen Organisation TUSA, für die er heute selbst tätig ist, unterstützt wurde, hilft Flüchtlingen aus Krisenländern, die in der kenianischen Hauptstadt Nairobi Zuflucht suchen.

In anderen Klassen wurden Länder und Kulturen von Schülerinnen vorgestellt, die nicht aus Deutschland stammen. Hier durfte sich Herr Beitz, Leiter der Schulabteilung, in der Klasse 8c ein Bild machen. Internationales Frühstück und ein Quiz über Franziskus, kreative Auseinandersetzung mit dem Sonnengesang waren einige der Möglichkeiten, die in den Klassen umgesetzt wurden.

In der Abschlussveranstaltung, die bei strahlemden Sonnenschein im Schulhof stattfand, begrüßte Schulleiterin Ursula Vollrath die Gäste aus dem Ordinariat und von Missio sowie Frau Annette Tinschert als Regionalkoordinatorin von Schule ohne Rasssismus – Schule mit Courage.

Die Schülerinnen der Klasse 10RA nutzen mit dann die Gelegenheit, Fragen an den neuen Generalvikar zu stellen. Herr Magin beantwortete nicht nur private Fragen, sondern gab auch Einblicke in seinen Glauben und die katholische Kirche Einblicke gab. Seine Worte über seine Erfahrungen mit Franziskus und auch mit der Schule in Kaiserslautern brachten ihn den Schülerinnen und allen Anwesenden näher.

In einem Dialog zwischen „Freunden“ von Franz stellen Schülerinnen aus der 7b zusammen mit Frau Kühner (Realschulleiterin i.V.) den Schulpatron vor und veranschaulichten sein Leben und seine Berufung.

Musikalisch umrahmt wurde das Programm mit Franziskusliedern von Schulband (Leitung Herr Michael Martin), Orientierungsstufenchor (Leitung Frau Anke Kühner) und Mittelstufenchor (Leitung Andrea Liese). Dabei durften zwei Vertonungen des Sonnengesangs nicht fehlen, zu denen Sr. Franziska einführte. Nach dem Gebet „Herr mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ mit der Schulseelsorgerin Sr. Sabine verabschiedete Herr Magin die Schülerinnen mit einem franziskanischen Segen in den Nachmittag, bekräftigt mit dem von allen gesungenen Kanon „Der Herr segne und behüte dich“.

Passend zu den Themen des Tages übergab Frau Annette Tinschert, Regionalkoordinatorin Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz erneut die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, die die Schule nun bereits seit fünf Jahren besitzt. Genau wie Franz von Assisi das Prinzip der Solidarität lebte, sind auch am St.-Franziskus-Gymnasium und -Realschule gelebte Vielfältigkeit, Toleranz, Akzeptanz und Respekt zentrale und wichtige Bestandteile des täglichen Schullebens, was auch durch die Worte der SV unterstrichen wurde.

„Wir wollen Dinge verändern und uns dafür einsetzen, unsere Zukunft ein Stück besser zu machen. Wir sind interessiert und wollen Verantwortung übernehmen. Wir setzen uns gegen Diskriminierung und Rassismus ein. Wir sind bunt und alle unterschiedlich – und trotzdem eine Schule.“ Sagten die Schulsprecherinnen Ronja Rothe, Jasmin Singh und Nina Frutuoso da Silva.