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Poppy Day

Wir gedenken der Toten und Versehrten der Kriege

Hintergrund


Nach dem Ersten Weltkrieg – der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts – erklärten viele Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Belgien, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika den Tag des Waffenstillstands von Compiègne, den 11. November 1918, zum Gedenktag an die Toten dieses Krieges.

Gemäß den Vereinbarungen von Compiègne, dass alle Kriegshandlungen am 11. Tag im elften Monat zur elften Stunde 1918 enden sollten, finden seither am 11. November um 11 Uhr in diesen Ländern Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Toten aller Kriege statt.

Als öffentlich sichtbares und überkonfessionelles Zeichen dieser Erinnerung werden in diesen Ländern echte und stilisierte Mohnblumen – die Remembrance Poppies – verwendet. Dabei werden kleine aus Papier oder Textilien gefertigte Mohnblüten als individueller Schmuck z.B. am Revers getragen oder Denkmäler, Grabstätten und Kenotaphen mit vielen kleinen oder überdimensionierten Mohnblüten geschmückt. Aus diesem Grund wird der Tag zur Erinnerung an die Kriegstoten in diesen Ländern, neben der jeweils landestypischen Einordnung, umgangssprachlich auch als Poppy-Day bezeichnet.
  

John McCrae

John McCrae (1872 - 1918)

Die Festlegung auf die Mohnblume als Erinnerungssymbol an die Toten geht auf das Gedicht "In Flanders Fields" des kanadischen Mediziners und Sanitätsoffiziers John McCrae zurück.

Es handelt davon, dass der vom Blut getränkte Boden zur Erinnerung an die Toten und als Zeichen des Lebens Mohnblumen hervorbringt.

McCrae hatte, inspiriert durch den Tod eines Kameraden, Anfang Mai 1915 spontan dieses Gedicht verfasst als er wenige Tage nach dessen Tod die Mohnblumen auf dessen Grab erblühen sah.

McCrae selbst verstarb zu Anfang 1918 in einem kanadischen Lazarett in Boulogne sur Mer.

Facsilime des Gedichts von John McCrae

  

Gedenktag in Deutschland

In Deutschland hat das Gedenken an die Kriegstoten eine wechselvolle Geschichte. So wurde 1922 erstmals der Toten des ersten Weltkriegs gedacht und 1926 entschieden, dieses Gedenken stets am fünften Sonntag, Reminiscere, vor Ostern zu begehen.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieser Gedenktag ab 1935 in einen Heldengedenktag uminterpretiert und propagandistisch missbraucht. Ab 1939 wurde der Gedenktag dann nicht mehr an Reminiscere, sondern nach Erlass durch Hitler auf den 16. März, den Jahrestag der Wiedereinführung der Wehrpflicht im Jahre 1935, bzw. auf den Sonntag vor dem 16. März festgelegt.

Von 1946 – 1951 wurde das Gedenken wieder an Reminiscere durchgeführt.

1952 entschied der Bundestag schließlich zusammen mit Bundesländern und beiden christlichen Kirchen das Totengedenken am vorletzten Sonntag im evangelischen Kirchenjahr bzw. dem 33. Sonntag im Jahreskreis der katholischen Kirche zu begehen.
  

Poppy Day 2014 & 2015

Ehemalige Klasse 9Ra der SFR am Poppy Day 2014

Am St.-Franziskus Gymnasium und der St.-Franziskus Realschule (SFG/RS) sind unter den Schülerinnen Kinder von Kriegsversehrten sowie Halbwaisen, deren Väter im Einsatz gefallen sind; außerdem stammen Schülerinnen aus Ländern, in denen am 11. November der Kriegstoten gedacht wird.

Seit dem Jahr 2014 wird von der Lehrerin Birgitta Koch mit reiner Innenwirkung am SFG/RS der Poppy-Day mit Unterstützung der Schulleitung zelebriert.

Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Anlage, Entwicklung und Schärfung des historischen Bewusstseins der Schülerinnen am Beispiel des 1. Weltkriegs vor hundert Jahren.

Weiterhin wollen wir unsere Schülerinnen zu Solidarität und mehr Mitmenschlichkeit anleiten und sie zu gesellschaftlichem Engagement motivieren.
  

Poppy Day 2016

In diesem Jahr konnten wir die Kaiserslauterer Künstlerin und Fotografin Sandra Derag (siehe z.B. http://www.kunstwerkraum-kaiserslautern.de/ oder http://www.derag-photographie.de/) gewinnen, um das Projekt Poppy-Day am SFG/RS nun auch erstmals sichtbar in die Öffentlichkeit zu tragen.

Wir wollten an diesem Tag ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Versehrten, deren Angehörigen und den Hinterbliebenen deutscher und ausländischer Gefallener und anderer Kriegsopfer setzen. Kaiserslautern ist durch seine weiterführenden Schulen, die Technische Universität, die Hochschule, die wissenschaftlichen Institute, die hier ansässigen Forschungszentren der Industrie sowie die Anwesenheit von über 50.000 US-Amerikanern in der Kaiserslautern Military Community und weiterer Staatsbürger aus NATO-Staaten eine stark international ausgerichtete Stadt.

Gerade vor dem Hintergrund dieser Vielzahl von Nationen und Konfessionen in Kaiserslautern ist es daher wichtig und bedeutsam, dass diese Solidaritätsadresse nicht an einem ausschließlich religiös bedingten Feiertag, sondern an einem historisch begründeten Datum stattfindet.
 

Gedenk-Kunst-Werk

Entwurf des Kunstwerkes am SFG/RS

Um eine visuelle Verbindung zwischen Schule und öffentlichem Raum zu schaffen, wurde eine temporäre Installation mit überdimensionalen Mohnblüten an der Fassade des SFG/RS angebracht (siehe Skizze rechts).

Die Blüten wurden aus glasfaserverstärktem Kunstharz in unterschiedlichen Formen und Größen von Sandra Derag entworfen und im Handlaminat- verfahren angefertigt. Die größte Blüte der Installation hat einen Durchmesser von ca 120 cm, die Gesamtgröße des Kunstwerks beträgt ca. 7 Meter.

Durch eine dezente Illumination der Blüten wird die Installation in der Dämmerung und Nacht zu einem besonderen Blickfang.

Endmontage des Kunstwerkes

Am späten Nachmittag des 10.11.2016, nachdem alle Schülerinnen das Haus verlassen hatten, begann die Endmontage des Kunstwerkes, die sich bis spät in die Nacht hinzog.

Hier sind einige Impressionen von dieser Aktion zu sehen (die Bilder können zum Vergrößern angeklickt werden):

Die Befestigungs-Dübel werden gesetzt
Die erste Blüte hängt!
Es wird langsam dunkel
Testlauf der Illumination
Fast fertig...
... endlich geschafft!
Am nächsten Morgen...
... in der St.-Franziskus-Straße.
Bei Sonnenlicht sieht das noch viel freundlicher aus!
Mohnblüten aus dem Atelier Derag

Workshop

An mehreren Terminen in den Herbstferien haben etwa 100 Schülerinnen im Atelier der Künstlerin mit großem Einsatz und Geschick einige Hundert Mohnblumen aus lufthärtendem Ton gestaltet. Die Bilder zeigen verschiedene Gruppen bei der Arbeit, sowie die einzelnen Enstehungsschritte der Blüten bis hin zum kolorierten Endprodukt.

Alle Mohnblumen wurden ab dem 11.11.2016 zum Verkauf angeboten.

  

Schülergruppen bei
der Herstellung der Poppy-Blüten
Kapsel mit Staubblättern
Blüten
Die fertig kolorierten Blüten

Verkauf der Blüten - für einen guten Zweck

Die fertigen Poppies wurden bis einschließlich Freitag, 18.11.2016 (jeweils in der großen Pause) und am Tag der offenen Tür vor der "Alten Turnhalle" verkauft.
  

Versteigerung der "Promi-Blüten"

Bei der Herstellung der Poppies wurden wir tatkräftig von der Schulleitung und durch Mitglieder des Bundestages unterstützt. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich!!!

Die Poppies dieser Damen und Herren wurden während der Aktion versteigert.

Hier sind die "Urheber" der versteigerten Mohnblüten:
  

Herr Gustav Herzog, MdB
Herr Xaver Jung, MdB
Sr. Wiltrud, Schulleiterin am SFG
Frau Kohlmeyer-Gehm, Schulleiterin der SFR
Birgitta Koch, die Initiatorin der Aktion

Wen wir unterstützen

Der Erlös der Kunst-und Gedenkaktion "Poppy-Day 2016" ist den Familien Gefallener, Versehrter und anderer Kriegsopfer zugedacht.

Bildquellen

Wikipedia, Birgitta Koch und
Atelier Kunstwerkraum Sandra Derag (mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin)
(alle Bilder können zum Vergrößern angeklickt werden!)
  

Unsere Sponsoren

Wir bedanken uns sehr herzlich für die großzügige finanzielle Unterstützung dieses Kunst- und Gedenkprojektes bei:

Frau Erika Schneider aus Hohenecken,

den Familien Bayer, Borell, Diery, Faust, Geib, Heim, Melzer, Neumayer, Schäfer, Stucky
und Teufel aus Heltersberg,

sowie bei den folgenden Firmen:

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